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Jugendpolitik

Heute für morgen: Jugendzukunftswerkstätten im Landkreis Roth Frühjahr 2017 bis Herbst 2018


Was steckt dahinter?

Eine Zukunftswerkstatt ist eine Methode, die Menschen auffordert, konstruktiv an der Entwicklung neuer Ideen für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen und Probleme mitzuwirken, nämlich mit ihrem Erfahrungsschatz, ihren Wünschen und Ideen. Bereits 2014 wurde in Roth erstmals eine Jugendzukunftswerkstatt auf Landkreisebene veranstaltet. 70 Jugendliche aus dem ganzen Landkreis erarbeiteten damals zahlreiche Ideen, wie es noch jugendgerechter im Landkreis zugehen könnte.

Ergebnis der landkreisweiten Jugendzukunftswerkstatt 2014: die Gemeinden sind gefragt

Eine  Erkenntnis dieses Prozesses war, dass wirksame Beteiligung von Jugendlichen noch besser funktioniert, wenn sie vor Ort stattfindet und an jugendliche Alltagsrealität anknüpft. Jugendliche sind dort, wo sie wohnen, leben und einen großen Teil ihrer (Frei-)Zeit verbringen besonders motiviert, ihr Umfeld aktiv mitzugestalten. So war schnell klar, dass nach einer Zukunftswerkstatt auf Landkreisebene nun Jugendzukunftswerkstätten in den Gemeinden folgen sollen.

Europäische Förderung mit dem Schwerpunkt Beteiligung von Jugendlichen

Das Projekt wird wieder über Fördermittel aus der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER finanziert. Wie schon vor drei Jahren arbeiten 2017 erneut die Lokale Aktionsgruppe (LAG) ErLebenswelt Roth e.V. und der Kreisjugendring Roth zusammen, um dieses Projekt mit 14 Landkreisgemeinden umzusetzen. Der Verein hat sich als Schwerpunkt für die kommende Förderperiode bis 2020 die nachhaltige, wirkungsvolle, erlebbare Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Region gesetzt. Das deckt sich mit dem Grundsatz der Jugendarbeit nach Mitbestimmung und Mitgestaltung (vgl. SGB VIII, §11).

Greifbare Projekte zeitnah umsetzen

Am Ende einer jeden Jugendzukunftswerkstatt sollen bereits konkrete Projekte stehen. Diese zeitnah zusammen mit den Jugendlichen umzusetzen, ist Aufgabe und Chance der Jugendbeauftragten, der haupt- und ehrenamtlichen Jugendarbeiter*innen und all derer, denen eine echte Partizipation von Jugendlichen vor Ort am Herzen liegt. Beteiligung kann nur dann funktionieren, wenn Jugendliche sich ernstgenommen wissen: Wohlwollen und tatkräftige Unterstützung junger Menschen durch die Gemeinde und ihrer Repräsentant*innen sind unerlässlich, um eine derartige Beteiligungschance nicht im Sande verlaufen zu lassen.

Chance nachhaltiger Beteiligung

Die Jugendzukunftswerkstätten in den Gemeinden sollen aber erst der Anfang sein: regelmäßig durchgeführte Jugendzukunftswerkstätten oder andere Beteiligungsformen ermöglichen jungen Menschen herauszufinden, zu artikulieren und im besten Falle auch umzusetzen, was sie für ein jugendgerechtes Umfeld brauchen. Junge Menschen für die Mitgestaltung des Gemeinwesens zu gewinnen, ihnen dabei unterstützend zur Seite zu stehen, setzen die Grundsteine für eine ernstgemeinte Partizipation junger Menschen. Strukturell verankerte Jugendbeteiligung schafft lebenswerte Orte für alle Generationen, schafft Verbundenheit mit der Heimat und trägt so dazu bei, den ländlichen Raum lebenswert zu erhalten.



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